Ein Buch, ein Textmarker und Ich: Ein Erfahrungsbericht (und eine kleine Liebesgeschichte)

Lange, lange Zeit war ich jemand, der seine Bücher in möglichst gutem Zustand haben wollte. Wehe jemand knickte den Buchrücken oder beschädigte meine Schätzchen sonst irgendwie. Wenn ich ein Buch nach dem Lesen zurück ins Regal gestellt habe, dann wollte ich, dass es möglichst ungelesen und wie neu aussieht. Weil neue Bücher nun einmal einfach hübsch sind. So makellos und ohne Gebrauchsspuren. Toll, oder?

Jein.
Mittlerweile sehe ich das nämlich – wie der Titel dieses Beitrags vermuten lässt – ein wenig anders. Ich weiß nicht mehr genau wann ich mich dazu entschieden habe meine Prinzipien über den Haufen zu schmeißen (zumindest teilweise) und in meine Bücher zu schreiben, aber ich habe mich währenddessen ein bisschen ausprobiert und habe ein System gefunden, das für mich im Augenblick ganz gut funktioniert.

Schritt 1:

Angefangen habe ich glaube ich damit, dass ich bei »Strange the Dreamer« von Laini Taylor die Übersetzung zu einigen Wörtern in das Buch geschrieben habe, weil mir aufgefallen ist, dass mein Wortschatz doch etwas zu wünschen übrig lässt. Zumindest, wenn ich jedes Wort verstehen möchte, wie es bei dem Buch der Fall war, denn Laini Taylor schreibt so wunderbar detailreich und atmosphärisch, dass ich einfach nichts verpassen wollte. Zusätzlich habe ich einige Zitate frei Hand unterstrichen, die ich besonders schön fand. Bei einem zweiten Lesen letzten Oktober habe ich dann einen anderen Stift zum Unterstreichen von Zitaten benutzt und kann jetzt so feststellen welche Zitate mir bei welchem Lesedurchgang am besten gefielen, was ich ziemlich cool finde, da »Strange the Dreamer« so ziemlich mein Lieblingsbuch ist. Außerdem ist mir beim zweiten Lesen aufgefallen wie wenig es mich stört, dass ich die Übersetzungen reingekritztelt habe. Das gehört jetzt irgendwie zu dem Buch dazu und sieht vielleicht auf Fotos nicht schön aus, aber ich mag es.

Am Anfang musste ich also erstmal akzeptieren, dass es okay ist in Bücher reinzuschreiben. Ich musste mich von dem Gedanken befreien, dass ich mein Buch ruiniere und verinnerlichen, dass es „nur“ ein Buch ist. Im besten Fall hat es rund 10€, im schlimmsten vielleicht auch mal 20€ gekostet. Das ist nicht die Welt. Wenn ich in ein paar Monaten feststelle, dass ich meine Ausgabe voller Markierungen total blöd finde, dann kann ich mir eine neue kaufen, wenn es unbedingt sein muss. Allerdings glaube ich nicht, dass mir das oft passieren wird, denn eigentlich habe ich immer Freude daran noch einmal durch meine Lieblingsbücher durchzublättern und zu sehen, welche Stellen mir besonders gefielen.

Schritt 2:

Irgendwann ein wenig später habe ich das Übersetzungen von Wörtern in Bücher schreiben wieder aufgegeben, weil ich dadurch einfach eeewig brauche. Aber ich bereue es auch nicht, für manche Bücher braucht man eben Zeit.
Nichtsdestotrotz war ich damit nicht so ganz zufrieden und habe angefangen mir beim Markieren von Zitaten ein bisschen Gedanken um die Farben zu machen, mit denen ich markiere.
Ich benutze zum Unterstreichen am liebsten meine Dual Brush Pens von Tombow, einfach weil ich mit denen gefühlt eine geradere Linie zeichnen kann als mit einem Textmarker und gerade die pastelleneren Farben sind nicht so aufdringlich anzusehen, aber das ist persönliche Vorliebe.
Allerdings hat es auch ein wenig gedauert, bis ich hier ein System entwickelt habe, denn am Anfang habe ich einfach für jedes Buch einen neuen Farbcode verwendet, was damit aber irgendwann nicht mehr zufrieden, weil ich dann jedes Mal erst überlegen muss was ich mit den Farben eigentlich wollte. Bei manchen Büchern wie »City of Bones«, wo ich ausschließlich lustige Zitate in gelb markiert habe ist das noch einfach, aber bei »Truly Devious« zum Beispiel habe ich nach ganz anderen Kritikern markiert – Hinweise zu den Personen und dem Fall und Zitate die ich mag – und da heißt gelb nun mal etwas völlig anderes. Ihr seht schon, es ist nicht so leicht. Hätte ich mir eigentlich denken können, dass ich da gleich mit mehr System rangehen muss, aber hey, immerhin bin ich jetzt um eine Erfahrung reicher. Deshalb kommen wir jetzt zu:

Schritt 3:

Vor ein paar Wochen habe ich mir dann schließlich ein separates Federmäppchen zusammengestellt mit den Stiften, die ich zukünftig zum Markieren in Büchern benutzen möchte. Mein colour code sieht dabei folgendermaßen aus:

Blaugrauer Tombow – Ich mag das Zitat/ die Szene
Gelber Tombow – witzig
Grüner Tombow – worldbuilding das ich besonders interessant/wichtig finde
Grün unterstrichen – Zitat/Szene macht mich sauer/ich bin genervt
Blau unterstrichen – Zitat/Szene lässt mich emotional werden
Gelb unterstrichen – wichtige Info
Lila unterstrichen – Zaubersprüche in Harry Potter

Zu den Farben gibt es dann logischerweise noch Klebezettel, weil ich keinen passenden für das blaugrau hatte nehme ich dazu einen pinken Zettel und um die beiden gelben Markierungen auseinander zu halten nehme ich für die witzigen Szenen und Zitate einen organgenen Klebezettel. Außerdem sortiere ich die Markierungen nach Wichtigkeit für mich persönlich indem ich kleine und große Klebezettel nehme; also normale Klebezettel für die Stellen die mich besonders begeistert haben und Klebezettel die nur halb so breit sind für erwähnenswerte Stellen, die mir aber nicht ganz so viel bedeuten.


Mit dem System, das ich entwickelt habe bin ich bisher ganz zufrieden. Ich habe noch nicht so viele Bücher damit bearbeitet, aber ein paar und gerade alte Lieblingsbücher nochmal zu lesen und dieses Mal alles zu markieren was ich daran liebe macht unglaublich viel Spaß. Im Augenblick lese ich »Crooked Kingdom« von Leigh Bardugo noch einmal und ich habe so viel Freude daran dieses Buch zu lesen, als die witzigen Dialoge zu markiere und die Zitate, die ich schon vorher geliebt habe, jetzt aber viel leichter wiederfinden kann.
Ich muss dazu sagen, dass ich immer noch versuche meine Bücher in einem einigermaßen guten Zustand zu halten, ich mag immer noch keine gebrochenen Buchrücken und wenn ich eine Linie nicht so gerade ziehe wie gewollt, dann ärgert mich das schon etwas. Das ist auch der Grund, weshalb ich noch etwas zögerlich dabei bin meine Gedanken beim Lesen ins Buch zu schreiben, einfach weil ich meine Handschrift dann meist später nicht mehr mag und mich dann tatsächlich ärgere, dass ich nicht schöner geschrieben habe. Daran arbeite ich noch.

Aber ich will das Ganze hier auch nicht nur schön reden. Zwar habe ich unglaublich Spaß daran einige Bücher mit bunten Stiften und Klebezetteln zu bearbeiten, aber es kann natürlich auch Nachteile haben. Zum einen findet man das was man markiert hat später vielleicht gar nicht mehr so toll und stellt sein Vergangenheits-Ich in Frage, zum anderen lassen sich solche Bücher natürlich auch nicht mehr so gut verkaufen, wenn man es nicht privat macht. Wobei ich auch sagen muss, dass ich es unglaublich spannend finde zu lesen, was andere in Büchern markiert haben. Sowohl in »Ein wirklich erstaunliches Ding«, als auch in »The Last Magician«, die ich von der lieben Friederike geschickt bekommen hatte, hatte sie ein paar Zeilen markiert und es waren lustigerweise meist Stellen, die ich nicht markiert hätte, weshalb ich mich umso mehr gefragt habe, was sie sich dabei wohl gedacht hat. Mich stört es gar nicht Markierungen von anderen in gebrauchten Büchern zu haben, eher im Gegenteil, ich finde das richtig spannend.
Aber ich kann auch gut verstehen, warum man sich dagegen entscheidet in Bücher hineinzuschreiben. Ich für mich habe allerdings herausgefunden, dass sich ein Buch manchmal noch mehr nach „meinem“ Buch anfühlt, wenn ich es mit Stiften bearbeite. Ich überlege schon länger mir eine zweite Ausgabe von »Strange the Dreamer« zu holen, einfach weil ich es so liebe und durchaus mehrfach im Regal stehen haben wollen würde, aber gleichzeitig würde ich glaube ich am Ende doch wieder die Ausgabe lesen wollen, die ich das erste Mal gelesen habe und in der die Übersetzungen stehen, in der ich meine liebste Zitate nach Lesedurchgang farblich markiert habe. Mit diesen Markierungen verbinde ich einfach noch mehr Erinnerungen, als wenn ich ein Buch nur so lese.
Dazu muss ich auch sagen, dass ich nicht in jedem Buch etwas markiere. Es gibt Bücher, die sind für mich absoluter Durchschnitt, in denen sticht kein Zitat für mich hervor oder nur so wenige, dass ich nicht nur ein oder zwei Stellen markieren möchte. Am meisten Spaß macht mir das Markieren tatsächlich, wenn ich weiß, dass ich das Buch liebe und es noch einmal lese. So ist es mit »Crooked Kingdom« und so ging es mir vor kurzem mit »Daisy Jones and the Six« von Taylor Jenkins Reid, das – wie man oben vielleicht sieht – mit einigen Klebezetteln gespickt ist.

So, jetzt habe ich aber mal wieder genug erzählt: Verratet mir doch gerne, ob ihr auch eure Bücher mit Textmarkern und Klebezetteln bearbeitet oder ob ihr eher Fraktion »Meinem Buch darf kein Haar gekrümmt werden« seid?

30 thoughts on “Ein Buch, ein Textmarker und Ich: Ein Erfahrungsbericht (und eine kleine Liebesgeschichte)

  1. Hey ^^
    Ich würde es auch unglaublich interessant finden zu lesen, was andere markiert haben.
    Ich selbst habe erst vor ein paar Monaten damit angefangen, besonders berührende bzw. wortgewaltige Sätze zu markieren, allerdings nur mit in dünne Streifen geschnittenen Klebezetteln, die ich auch noch so zurechtschneide, dass sie direkt neben der betreffenden Zeile anfangen und nur ein bisschen aus dem Buch herausragen, damit sie die Schrift nicht verdecken. Lustige Stellen markiere ich bewusst nicht, damit ich die beim erneuten Lesen wie beim ersten Mal unvorbereitet entdecken kann 😉
    Was ich mich frage: Findest du es nicht schwer, mit diesem komplexen System im Hinterkopf zu lesen?

    1. Ach, eigentlich klappt das mit dem Lesen und Markieren ganz gut, so komplex sind meine Farbgebungen jetzt auch nicht und außerdem benutze ich am meisten ohnehin die Stifte/Klebezettel für Zitate die ich toll finde, lustig finde oder Infos die glaube ich wichtig werden, den Rest eher weniger. Aber ich gebe zu ich habe mir einen kleinen Zettel mit in die Federmappe gelegt, wo der Farbcode nochmal drauf steht, falls ich was vergesse 😀

  2. Hey,
    ich bewundere es immer bei anderen Bloggern, weil es doch irgendwie echt schön aussieht, wenn da so viele Klebezettel rausschauen.
    Für mich ist es aber nichts, weil ich die Bücher sowieso nie wieder anschaue. 😀 Ich mache mit Klebezetteln Markierungen für Zitate, die ich in die Rezension schreiben möchte. Aber die nehme ich dann auch direkt wieder raus.

    Ansonsten habe ich kein Problem damit, wenn ein Buch nach dem Lesen nicht mehr neu aussieht. Das bezeugt doch nur, dass es geliebt wurde. 😀

    Hab ein tolles Wochenende.

    Ganz lieben Gruß
    Steffi
    #litnetzwerk

  3. Hey,
    ich selbst würde nie in meine Bücher schreiben, fände es aber sehr interessant zu lesen was andere (wenn sie es denn tun) auf die Seiten schreiben.
    Das äußere Erscheinungsbild ist bei mir eher semi wichtig. Ich habe meine Bücher meist offen, mit der Schrift nach unten, neben mir liegen. Rillen im Buchrücken können da also mal vorkommen.

    Liebe Grüße
    Lilly

  4. Schöne Gedanken, kann ich gut nachvollziehen. Ich markiere in meinen Büchern aktuell höchstens mit Klebezetteln, wenn mir eine Stelle besonders gefällt oder mich besonders aufregt, aber das ändere ich vielleicht noch. Beim ersten Lesen würde ich das nicht machen, eben weil man „bekritzelte“ Bücher schwer wieder los wird, aber bei Lieblingsbüchern finde ich sowas total toll und bewundere das immer, wenn andere es machen.
    Dein Problem mit den Farbcodes verstehe ich aber sehr gut, weil ich mir auch für meine Unibücher immer etwas überlege und dann mittendrin feststelle, dass das so doch nicht klappt oder ich die Bedeutung einer Farbe vergessen habe und dann das gesamte System im Eimer ist. Das würde mich rückblickend auch sehr stören, weil man ja gerade das markieren mit Textmarkern nicht wieder rückgängig machen kann. Aber schön zu hören, dass du jetzt ein System gefunden hast, das für dich funktioniert!
    Ich stelle es mir total spannend vor, nach ein paar Jahren noch mal durchzublättern und zu sehen, inwiefern man sich selbst verändert hat. 🙂

  5. Also ich persönlich kann mir absolut gar nicht vorstellen in meine Bücher zu schreiben oder zu markieren, außer natürlich mit Post its. Wobei ich aber nicht so drauf achte ob ein Buch nun Leserillen bekommt oder nicht 😀

    So sind wir alle unterschiedlich.

  6. Hey 🙂
    Ich selber schreibe zwar nicht in meine Bücher, aber ich gehöre auch nicht zu den Leuten, die ihre Bücher nach dem Lesen noch in einem perfekten Zustand haben müssen. Bei mir darf ein Buch definitiv gelesen aussehen. Leserillen mache ich zwar auch nicht vorsätzlich, aber wenn es passiert, dass passiert es eben.
    Ich finde es aber immer interessant, wenn andere Leute in ihre Bücher schreiben und welches System sie dahinter haben. Deinen Beitrag finde ich besonders toll, weil du auch einen Blick in deine Anfänge zeigst. Ich hab in der Vergangenheit auch schon mal überlegt, eines meiner Lieblingsbücher zu annotieren. Ich stelle es mir bei einem reread wirklich interessant vor, zu sehen, was man in der Vergangenheit gedacht hat.

    Liebe Grüße
    Isabell

  7. Hallo Katharina,

    ich weiß nicht, ob ich das jemals auch so machen werde, weil ich bereits Klebezettel direkt wieder entferne, wenn eine Leserunde vorbei ist.
    Aber: Ich bewundere dein Vorgehen und fand es sehr spannend, wie du uns deine Prozess beschrieben hast. Ich finde auch dass es bei anderen immer toll aussieht, wenn da so viele Klebezettel rausschauen, aber ich markiere nie Zitate. Bin insgesamt nicht so der Zitatesammler oder Entdecker.
    Total spannend, wie unterschiedliche Menschen ein Buch lesen und bearbeiten!

    Viele liebe Grüße und noch ein schönes Wochenende
    Chrissi
    #Litnetzwerk

  8. Hallo Katharina,
    ein so schöner Beitrag!
    Mir ging es ähnlich – vor Jahren habe ich nicht mal daran gedacht, in ein Buch zu schreiben! Mittlerweile habe ich meistens irgendwo einen Bleistift liegen, und mache mir Randnotizen.
    Das sieht nicht ganz so geordnet aus, wie bei dir, da ich immer an verschiedenen Orten lese und nicht immer bunte Stifte oder Klebezettel bei mir habe. Aber wie gesagt, mit Bleistift markiere ich Zitate, mache mir daneben Notizen, wie ich das finde, schreibe meine Gedanken dazu.
    Auf die Vordere Seite im Buch schreibe ich mir dann immer die Buchseiten auf, in denen ich mir was notiert habe. Mit diesem System komme ich gut zurecht.

    Für mich dürfen Bücher mittlerweile gerne gelesen aussehen, ich finde das schön, zeigt es doch, dass man sich wirklich mit dem Buch auseinander gesetzt hat.

    LiebeGrüße und ein schönes Wochenende
    Anett.
    #litnetzwerk

  9. Eine Person, die ihre Bücher markiert – du bist mir sympatisch 😀
    Ich habe bisher immer nur in Büchern für die Uni hinein geschrieben, bei allen anderen habe ich Zettel hineingelegt oder habe Klebezettel genommen, einfach weil mir aufgefallen ist, dass ist mich ansonsten für Rezensionen dumm und dämlich suche. Ans Markieren habe ich mich bisher nicht getraut, aber dein Beitrag macht mir gerade Lust darauf. Als ich im März The Cursed Child in London mir angesehen habe, habe ich zuvor nochmal das Theaterstück gelesen und dabei sind mir immer ein Haufen Zettel entgegen geflogen und es war interessant zu sehen, weshalb ich sie damals dort positioniert habe. Meine Bücher haben eh meistens Gebrauchsspuren und besonders meine Lieblinge könnte ich deswegen nie verkaufen, ich nehme sie einfach immer überall hin und dementsprechend rieselt bei manchen Büchern beim Öffnen mir immer noch etwas Sand entgegen. Bei Looking for Alaska werde ich das mit dem Markieren mal austesten, obwohl ich, wie ich mich kenne, für die bunten Stiften zu faul sein werde, weil ich meistens unterwegs keine Lust habe, immer den passenden herauszuholen und dann doch einfach zu einem klassischen Kuli bzw. Bleistift übergehen werde.

    Liebe Grüße

    Nadine

  10. Hallo Katharina,

    ich notiere mir meine Notizen zu den Büchern immer in einem Extra Heftchen da ich nicht direkt ins Buch schreiben möchte (doch auch dies mache ich nicht immer – machmal fesselt mich ein Buch derart, dass ich es einfach vergesse… und im nachhinein ärgere ich mich später über mich selbst). Außerdem markiere ich schöne Zitate und wichtige Stellen mit kleinen Klebestreifen.

    Deine Herangehensweise ist wirklich schön strukturiert und ich kann mir vorstellen, das es gerade beim nochmaligen Lesen sehr interessant ist, die vorherigen Notizen und Anmerkungen zu lesen.

    Liebe Grüße
    Bella

    #litnetzwerk

  11. Hallo!
    Früher war ich auch sehr bedacht, dass meine Bücher wie neu aussehen und über die Jahre hat sich das stark geändert. Jetzt mag ich es, wenn sie gelesen aussehen. Sie müssen gelesen aussehen!
    Seitdem markiere ich auch gerne bei mir Lieblingsstellen, besondere Zitate, neue Wörter, besondere Wörter etc. gerne noch mit Anmerkungen.

    Für einen richtigen Überblick schreibe ich manchmal in ein Notizheft, wie es mir gefallen hatte, damit ich mit den Rezensionen schneller dann voran komme..bis vergesslich. 😀
    Auf jeden Fall hab ich jetzt Lust mir Keys zu machen für meine Markierungen!

    Viele liebe Grüße
    Ani

  12. Liebe Katharina,

    ich fand deinen Erfahrungsbericht sehr interessant, vor allem die Entwicklung. Ich habe immer noch den Tick, meine Bücher so zu behandeln, dass sie wie neu aussehen. Wenn ich Stellen habe, die mich besonders ansprechen, markiere ich sie mit einem Klebezettel direkt an der Zeile. Den kann ich immer noch wieder spurlos entfernen, wenn ich will.
    Dein Farbsystem bewundere ich. Ich habe das schon öfter bei Texten für die Uni versucht und bin immer mit den Farben durcheinandergekommen. Aber ich glaube, die Systeme waren meist einfach zu komplex (ich habe immer versucht, schon die halbe Analyse damit umzusetzen).

    Liebe #litnetzwerk-Grüße
    Sabrina

  13. Hey ho,
    da ich privat nicht mehr viel lese, sondern eher Hörbücher höre, kenne ich die Markierungen in Büchen nur von Texten aus dem Studium oder von Erzählungen von Freunden.
    Was die Texte von der Hochschule betreffen: Da fand ich es teilweise echt nervig, wenn Wörter mit dem Bleistift unterstrichen wurden oder mit dem Bleistift umkreist wurden, weil es mir das Lesen des Wortes oder des Textes erschwert hat und ich meist nicht verstanden habe, was mit der Markierung gemeint war oder ich die handschriftliche Notiz am Rand nicht lesen konnte.
    Allerdings habe ich auch von Freunden gehört, die gemeinsam in einer Art Leserunde die „Bis(s)“-Bände nochmal gelesen haben. Hier begann eine Freundin dann damit, Kommentare an den Rand zu schreiben und die ganze Leserunde hat den Leuten tierisch Spaß gemacht, weil sie sich aufgrund der Kommentare am Seitenrand über das Buch bzw. die Reihe ausgetauscht haben.
    Dein System verschiedene Stellen mit unterschiedlichen Farben zu markieren, finde ich sehr spannend, weil man so viel über das eigene Lesen lernst im Sinne von: Was ist mir in einer Geschichte wichtig? Was berührt mich? Was finde ich lustig?

    Ich denke jeder sollte das mit dem Markieren so machen, wie er oder sie möchte. Nur falls Bücher vertauscht oder verkauft werden sollen, in denen fleißig markiert wurde, sollte vorab darauf hingewiesen werden, damit es im Nachhinein kein böses Erwachen gibt.

    viele Grüße und viel Spaß beim litnetzwerken wünscht

    Emma

  14. Hallo Katharina,

    ich selbst könnte es mir bei meinen belletristischen Büchern gar nicht vorstellen, reinzuschreiben/ darin zu markieren. Maximal nutze ich Klebezettel für Stellen, die mich in irgendeiner Weise besonders angesprochen haben, und klebe diese Zettel genau neben die jeweilige Stelle. Hin und wieder schreibe ich auch etwas auf die Zettel drauf, aber nicht ins Buch.

    Trotzdem kann ich deine Gedanken gut nachvollziehen und dein System klingt tatsächlich schön, auch wenn ich es mir für meine Bücher nicht vorstellen könnte.

    Bei Fachtexten handhabe ich das allerdings anders. Da habe ich sehr viele Bücher, in die ich reingeschrieben und markiert habe. Da finde ich es wiederum nützlich und schlichte Klebezettel – auch mit Notizen darauf – würden mir überhaupt nicht reichen.

    Liebe Grüße
    Sarah

  15. Kleine Ergänzung, die ich eben vergessen habe, mir aber noch allgemein auf deinem Blog aufgefallen ist: Deine Bilder brauchen vergleichsweise lange zum Laden. Ich hab eben mal in die Grafik-Infos geschaut: Sie werden zwar auf 700 bis 800 Pixel skaliert, hochgeladen wurden sie aber mit 4000 Pixel. Diese hohe Pixelzahl sorgt für ziemlich lange Ladezeiten. Vielleicht kannst du deine Bilder schon vor dem Hochladen skalieren?

    Ansonsten mag ich dein Design richtig gerne. Ich steh total auf die Mischung von Rot- und Grautönen *lach*

    LG Sarah

  16. Liebe Katharina

    Bevor ich jetzt was zu dem Thema schreibe: der Beitrag hat mich wunderbar unterhalten.

    Ich selbst habe kein System wie du es hast. ich markiere auch sehr selten was. Nicht weil ich nicht will, sondern weil ich beim Lesen schlichtweg nicht daran denke. Aber zwischendurch markiere ich doch was.
    Bei einem meiner Lieblingsbücher habe ich die ganze Zeit einen meiner Lieblingssongs gehört, weil der vom Text her so perfekt gepasst hat. An einer Schlüsselstelle, die mich dann sehr mitgerissen hat, habe ich die komplette Doppelseite vollgeschrieben in allen Farben und Formen mit den Lyrics des Lieds. Ich liebe es bis heute, wenn ich diese Seite aufschlage.

    Herzlich

    Josia

    #Litnetzwerk

  17. Huhu!

    Wow. Da hast du dir echt mega viele Gedanken drüber gemacht! Finde ich richtig klasse.
    Ich muss sagen, ich bin bei meinen Büchern eher so, wie du vorher warst. Sie sollen möglichst perfekt dastehen. Geknickte Buchrücken gehen gar nicht. Dabei war ich vor Jahren auch absolut anders. Da war es mir völligst egal. Seitdem ich blogge allerdings nicht mehr. Ich frage mich, wieso das so ist.

    Textmarker habe ich in meinen Büchern von der Uni früher genutzt. Für Hausarbeiten schreiben oder zum Lernen. Wenn ich da manchmal durchblätter, frage ich mich auch, was ich bei der ein oder anderen Markierung eigentlich wollte, da sie für mich jetzt absolut keinen Sinn mehr ergeben. Oder wenn ich auch mal etwas in das Buch selbst geschrieben habe. Fünf Jahre später habe ich keine Ahnung mehr, wieso und weshalb. Das ist schon ganz witzig manchmal.

    Ich finde es toll, dass du ein System für dich gefunden hast, das funktioniert. Darum geht es doch auch, oder? Dass es für uns selbst funktioniert, ganz gleich, was andere davon denken, dass man „im Buch rummalt“. 😉

    Liebste Grüße
    Wiebi
    #litnetzwerk

  18. Hallöchen!
    Ich finde es echt cool, dass du deinen Umgang mit Büchern so hinterfragt hast. Sind wir zu penibel mit unseren Büchern, denn eigentlich sind sie ja keine (reine) Dekoobjekte und trotzdem ärgere ich mich doch über mich selbst, wenn ich eine Leserille reingelesen habe. Meine Kollegen haben schon ein schlechtes Gewissen, wenn das Buch nicht im praktisch ungelesenen Zustand zu mir zurückkommt, obwohl ich nur bei mir selbst so pingelig bin.
    Allerdings muss ich auch sagen, würde ich mich niemals mit Textmarker zum Lesen hinsetzen. Für mich ist Lesen auch Entspannung und Unterhaltung und mich mit Post its und Textmarker zum Lesen hinzusetzen, hat für mich persönlich den Beigeschmack von Arbeit, weil ich das aus Unizeiten noch so gewöhnt bin. Da würde mir einfach die Freude und der Spaß abhanden gehen, deshalb lese ich für mich und schreibe mir ganz prägnante Zitate dann einfach so raus. 🙂
    Trotzdem ist es total cool zu sehen, wie andere damit umgehen und ich wünsche dir weiterhin viel Spaß mit deiner Methode!

    Liebst,
    Rika

    #litnetzwerk

  19. Liebe Katharina,
    ich hab zuerst auch ganz genauso gedacht wie du, vor allem wenn man dann noch bedenkt, dass man Bilder für Bookstagram machen muss und da ja sowieso alles so perfekt aussehen muss. Im Moment sehe ich es jedoch wie du und irgendwie soll man ja auch erkennen, dass ich das Buch wirklich gelesen habe und nun finde ich deine Idee bezüglich des Farbcodes so cool, dass ich es am liebsten auch machen würde. Ich hab immer mal wieder damit angefangen, aber manchmal bin ich dann viel zu sehr gefesselt von dem Buch, dass ich vollkommen vergesse überhaupt etwas zu unterstreichen. Vielleicht ändert sich das ja doch noch irgendwann, haha.

    Alles Liebe,
    Julia

  20. Hallo Katharina,

    ich muss gestehen, dass mein innerer Monk beim lesen etwas Schnappatmung bekommen hat. Weil ich mich einfach nicht dazu überwinden kann, in Büchern was zu markieren. Es war schon eine Überwindung in meinen selbstgekauften Fachbüchern für die Uni Markierungen zu setzen (auch wenn das vom Inhalt nicht vergleichbar ist). Ich kann nicht mal sagen, warum das so ist. Bei mir kann man ebenfalls nicht unterscheiden, ob ein Buch gelesen oder ungelesen ist, denn ich achte sehr darauf möglichst in die gelesenen Bücher keine Leserillen reinzumachen (ein Grund, warum sich niemand von mir Bücher leihen will).

    Allerdings finde ich die Idee mit dem Übersetzen ganz gut, da ich oft auch bei englischer Literatur habe, wäre das mal eine Überlegung. Vielleicht erstmal mit Bleistift 😉

    Da ich viele meine gelesenen Bücher aber auch wieder weggebe, ist dein Punkt natürlich wichtig, dass es sich mit Markierungen etc. schwer wieder verkaufen lässt. Vielleicht gehe ich deswegen so sorgfältig mit meinen Büchern um ..

    Ein schöner Beitrag!

    Liebe Grüße, Ela

  21. Liebe Katharina, danke für den interessanten Post. Dein System finde ich sehr spannend. Ich mag es Bücher, die mir gut gefallen, „persönlicher“ zu machen. Bisher habe ich auch noch eine echte Hemmschwelle in meine Bücher zu schreiben. Anderseits gerade bei Lieblingsbüchern, die man mehrfach liest, ist es doch spannend zu sehen, was für einen beim letzten Lesen wichtig war.
    Liebe Grüsse
    Isabel

  22. Da wir die Liebe zu Strange the Dreamer teilen, werde ich deinen Blog in Zukunft sicherlich öfter besuchen 🙂 Ich selbst markiere nur mit Klebezettelchen, und das auch eher selten. Tatsächlich habe ich früher bei englischen Büchern hinten auf der letzten Seite Übersetzungen von Wörtern aufgeschrieben, denn so konnte ich sie im Nachgang auch leichter wiederfinden. Das war aber auch schon das Maximum. Früher war ich sehr „Mein Buch muss wie neu aussehen“, mittlerweile bin ich da auch nicht mehr so pedantisch.
    Im Kindle markiere ich mir öfter Zitate, denn da geht es natürlich besonders leicht – und hinterlässt notfalls keine permanenten Spuren.

  23. Hi Katharina,

    ein schöner Beitrag! Ein so durchdachtes System wie du es hast, habe ich zwar nicht, aber ich markiere mir wichtige Stellen auch mit Klebezetteln und unterstreiche sie meist auch. Das mache ich eigentlich immer nur mit einem Bleistift, mit dem ich manchmal auch was an den Rand schreibe. Ich mag es, wenn Bücher von außen gut aussehen, also keine geknickten Buchrücken oder Ähnliches haben, aber im Buch stören mich Markierungen und Notizen nicht (außer solche Mengen, dass der Text unleserlich wird – das hatte ich mal bei Schulbüchern). Bei Unterhaltungsliteratur markiere ich allerdings selten oder gar nicht, vor allem wenn ich davon ausgehe, dass ich das Buch nicht behalten werde.

    Liebe Grüße
    Anka

  24. Liebe Katharina,

    wow, du hast da ja ein sehr ausgeklügeltes System entwickelt.
    Ich finde es irre, welche Gedanken du dir um das Markieren und Sichtbarmachen deiner Gedanken gemacht hast.
    Ich selbst schreibe nicht in meine Bücher, aber ich arbeite immer öfter auch mit Klebezetteln. Weil ich es nach dem Lesen meist schade finde, dass schöne Zitate nur noch in meinem Kopf sind. Ich sie aber nicht mehr im Buch finde.
    Und so sehe ich einfach, was mich berührt hat und wo ich mehrmals gelesen habe, was intensiv war.
    Aber in ein Buch reinschreiben… Hmm… Ich hab das bei der Schullektüre früher gemacht. Dann habe ich manche Sachen besser verstanden, konnte Gedanken auch später nachvollziehen.
    So in meine Bücher jetzt privat reinschreiben, da kann ich mich wohl eher nicht überwinden.
    Ich hab sie auch gerne unberührt.

    Liebe Grüße und noch einen schönen Sonntag
    Ramona

  25. Huhu!
    Ich gehöre eher zu der Fraktion „meinen Büchern darf kein Haar gekrümmt werden“ hihi.
    Schon in der Schule hatte ich Schwierigkeiten, mich aufs Wesentliche zu beschränken beim Markieren und Unterstreichen, irgendwann war immer ne ganze Seite gelb.
    Und ich glaube, es wäre mir zeitlich auch einfach zu aufwendig, verschiedene Stifte, Farben etc. zu nutzen beim Lesen. Aber wenn du gut damit klar kommst freut mich das natürlich 🙂 ich persönlich nutze einfach diese Klebezettelchen, damit komme ich gut zurecht.
    Danke für diesen interessanten Beitrag!

    Liebe Grüße,
    Nicci

    #Litnetzwerk

  26. Hallo Katharina,

    total interessanter Beitrag! Ich muss zugeben, dass ich damals richtig erschrocken war, als ich bei einer anderen Bloggerin mitbekommen habe, dass sie in ihren Büchern „rummalt“. Nach dem ersten Schrecken sehe ich das aber mittlerweile wesentlich entspannter, auch wenn ich mich persönlich nicht dazu überwinden kann und möchte.

    Das liegt aber auch vor allem daran, dass ich viele Bücher nicht behalte und beim Weitergeben fände ich das nicht so gut. Bin da aber wie schon andere Kommentator*innen davon geprägt, dass in Uni-Bib-Büchern Markierungen oftmals irre nervig sind.

    Aber grad bei Leserunden stelle ich mir Anmerkungen und Markierungen sehr witzig vor, auch beim mehrmaligen Lesen könnte es recht unterhaltsam werden.

    Viele Grüße
    Elena

  27. Also mit Klebezetteln habe ich kein Problem, aber reinschreiben oder unterstreichen… uff 😀 das würde mir schwer fallen! Vor allem weil ich auch ein bisschen denke: was ist, wenn ich das Buch irgendwann verkaufen möchte? Umso sauberer der Zustand, umso besser!
    Richtige Lieblingsbücher könnte man vielleicht irgendwann mal machen. Ich würde mir aber wie du ein System überlegen um mich nachher nicht zu ärgern!

    Liebste Grüße
    Jenny (Who is that Nerd?)

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