Herzensbücher #1 – Strange the Dreamer

Ich habe dieses Format jetzt schon länger auf Janikas Blog und auch bei Sabrina verfolgt und es doch jedes Mal verpennt zum 20. des Monats einen Beitrag zu tippen, obwohl das Konzept mich gleich angesprochen hat.
Bei »Herzensbücher« geht es darum ein – wer hätte es gedacht – Herzensbuch vorzustellen, ein Buch das einem viel bedeutet und das einem halt am Herzen liegt. Das Format soll kurz und knackig sein, weshalb es nur höchstens 500 Worte umfassen soll. Da ich dazu neige eher ausschweifend über Lieblingsbücher zu schwärmen wird das eine Herausforderung, aber ich werde mich bemühen mich daran zu halten.

Ich habe mich irgendwie etwas schwer getan mich für ein erstes Herzensbuch zu entscheiden, weil mir gleich fünf auf einmal eingefallen sind und ich alle gleich gerne mag, aber keines favorisieren wollte. Wie man sieht habe ich mich jetzt aber doch überwinden können einem die Ehre des ersten Herzensbuches zukommen zu lassen und zwar:

STRANGE THE DREAMER – LAINI TAYLOR

The dream chooses the dreamer, not the other way around.

Zu Strange the Dreamer hat mich damals ironischerweise hingezogen, dass ich den Titel nicht verstanden habe und nicht so wirklich wusste worum es geht. Ich habe lediglich oft gehört, dass das Buch gut sein soll und sind mir mal ehrlich, es war zum Großteil auch ein Coverkauf. Ich ärgere mich übrigens immer noch ein bisschen, dass ich das Buch nicht als Hardcover habe, denn mit dem Cover wird das Buch nur noch als Paperback gedruckt, was ich richtig schade finde.

Jedenfalls dreht Strange the Dreamer sich um Lazlo Strange, der Bibliothekar ist und immer ein wenig dafür belächelt wird, dass er an Mythen und Wunder glaubt. Vor allem interessiert er sich für die beinahe vergessene Stadt Weep, deren wirklicher Name vor Jahren aus dem Gedächtnis aller Menschen verschwunden ist, was allerdings keinen außer Lazlos wirklich interessiert, den dieses Mysterium aber nicht loslässt. Mehr möchte ich zu der Handlung gar nicht sagen, denn es ist definitiv besser, wenn man sich von Strange the Dreamer überraschen lässt, als wenn man zu viel im Vorfeld weiß. Einfach drauf einlassen und genießen, denn: 

Strange the Dreamer ist so ein Buch das einfach absolut magisch ist, anders lässt es sich nicht beschreiben. Laini Taylor hat einen sehr detailreichen, sehr malerischen Schreibstil, der einem regelrecht Bilder in den Kopf setzt. Ich habe mich einerseits schon lange nicht mehr so durch ein englisches Buch kämpfen müssen, weil ich unbedingt jedes Wort verstehen wollte, um ja kein Detail zu verpassen, aber gleichzeitig hat sich die Geschichte wie eine Belohnung angefühlt, einfach weil sie so, so fantastisch ist. Selten habe ich mir so viele tolle Zitate in einem Buch markiert, wobei viele sich um das Träumen drehen und hach, ich blättere so gerne nochmal durch meine Ausgabe, der man mittlerweile etwas ansieht, dass ich sie sehr liebe. 

Eines der Highlights an diesem Buch ist im Übrigen Lazlo Strange an sich. Dass er Bibliothekar ist macht ihn doch schon gleich sympathisch, oder nicht? Und Lazlo liebt Bücher, er liebt sie mit Leib und Seele. 

He read while he walked. He read while he ate. The other librarians suspected he somehow read while he slept, or perhaps didn’t sleep at all.

Without his books, his room felt like a body with its hearts cut out.

Wer kennt letzteres denn nicht? Allein deshalb habe ich Lazlo gleich ins Herz geschlossen, aber vor allem fand ich ihn so großartig, weil er nicht der typische Held eines Fantasyromans ist. Er ist ein Träumer, er ist Bibliothekar und eben kein Held. Und irgendwie trotzdem auf seine Art eben doch. 

Eben habe ich gesagt, dass der Schreibstil hier magisch ist, aber nicht nur das. Laini Taylor spielt in Strange the Dreamer viel mit Träumen, Mythen und Glauben (und noch viel mehr Themen, über die zu sprechen hier den Rahmen des Formats sprengen würde, ich glaube ich muss meine Rezension mal überarbeiten) und diese Mischung hat für mich einfach den perfekten Fantasyroman geschaffen; nicht actionreich, sondern eher ruhig, deshalb aber nicht weniger spannend und vor allem konnte er mich von der ersten bis zur letzten Seite packen, hat mich gegen Ende richtig emotional werden lassen und immer wieder überraschen können. Strange the Dreamer ist wie nichts anderes, das ich bisher gelesen habe, in so vielerlei Hinsicht ist es für mich einfach besonders. Und deshalb im Moment mein absolutes Herzensbuch.

It was impossible, of course. But when did that ever stop any dreamer from dreaming.


Ich gebe gleich zu: Es sind doch ein paar Wörter mehr als fünfhundert geworden. Aber wirklich nicht viele. Nicht, dass irgendjemand nachzählen würde, aber es geht hier um’s Prinzip. Aber auch nach mehrmaligem Lesen konnte ich einfach nichts kürzen und wollte auch keines der Zitate weglassen, also schummele ich dieses erste Mal bei den Herzensbüchern ein klitzekleines bisschen. Strange the Dreamer ist aber auch ein wirkliches dickes Buch, da hat man eben auch viel drüber zu sagen. Und jetzt höre ich auf Ausreden zu finden und gelobe einfach Besserung für’s nächste Mal.

4 thoughts on “Herzensbücher #1 – Strange the Dreamer

  1. Liebe Katharina,
    wie schön, dass du es geschafft hast, dieses Mal bei den Herzensbüchern mitzumachen. Ich mag deinen Büchergeschmack ja sehr, von daher hoffe ich, dass ich viele neue Titel deiner Herzensbücher auf meine Wunschliste setzen kann. »Strange the Dreamer« befindet sich schon auf ihr, denn ich bin ein großer Fan von Laini Taylor. Sie kann einfach magisch schreiben und hat eine ganz eigene Art zu erzählen. Hach, nach dem, was du da Schönes geschrieben hast, habe ich richtig Lust, mir das Buch direkt zu schnappen <3
    Alles Liebe
    Janika

  2. Hey Katharina.

    ein richtig toller Beitrag. Man merkt, wie sehr dir das Buch ans Herz gewachsen ist und wie schade um die gebundenen Version! Ich hab das Buch schon länger auf dem Schirm, aber mich nicht wirklich weiter damit befasst, aber nachdem ich deine Liebe zu dem Buch hier gelesen habe, hast du mein Interesse geweckt. Genau dieser Titel könnte auch meinen Geschmack treffen. Ich werde es mir definitiv zulegen. Danke für den Tipp ♥

    Liebste Grüße, Stella

    1. Liebe Stella,
      es freut mich riesig, dass meine Liebesbekundungen zu Strange the Dreamer dich ein wenig neugierig auf das Buch gemacht haben! Ich hoffe dir gefällt es dann genauso gut wie mir <3

      Alles Liebe,
      Katharina

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