Recently Read #4 – Mystery, Krimis & Thriller

A Good Girl’s Guide to Murder – Holly Jackson

Worum geht's?
Der Fall Andie Bell wurde schon vor Jahren ad acta gelegt und doch ist Pip sich sicher, dass die Polizei damals voreilige Schlüsse gezogen hat, als es um das verschwundene Mädchen ging. Der Selbstmord ihres Freundes als Schuldeingeständnis? Pip glaubt nicht daran – und rollt den Fall für ein Schulprojekt neu auf. Unterstützung holt sie sich dabei von Ravi, dem Bruder des angeblichen Täters, der genauso wenig wie Pip daran glaubt, dass sein Bruder Andie etwas angetan haben könnte.

»A Good Girls Guide to Murder« war eines meiner absoluten Highlights im Mai. Ich lese super gerne YA Mysterys. Ja, irgendwie läuft es immer ein wenig nach dem Motto »Kennt man eines, kennt man alle«, aber das minimiert meine Liebe zu diesem Genre nicht im geringsten. Und auch, wenn oft relativ leicht zu erraten ist, was abgeht und wer Dreck am Stecken hat, so macht es mir trotzdem immer super viel Spaß die Protagonisten bei ihren Ermittlungen zu begleiten. Und Pip war hier keine Ausnahme. Angefangen damit, dass ich gleich sympathisch fand, dass sie es sich zur Aufgabe gemacht hat einen Fall neu aufzurollen, von dem sie glaubt, dass er nicht richtig gelöst wurde.
Für Pip ist das Ermitteln in dem Fall ein Projekt für die Schule, weshalb das Buch immer wieder mit verschiedenen Einträgen gespickt ist, bei denen Pip ihren Fortschritt festhält. Dabei war ich manchmal etwas irritiert von den wechselnden Perspektiven, denn Pips Einträge sind in der Ich-Form erzählt, das restliche Buch aus der Sie-Perspektive. Nichtsdestotrotz fand ich, dass die grafischen Darstellungen wie Mind Maps oder Karten zwischendrin, das Buch enorm aufgelockert haben und toll waren um Pips Gedankengänge nachzuvollziehen. 
Und wie gesagt bin ich ein großer Fan von Pip. Sie ist leidenschaftlich bei der Sache, setzt sich ein für die Dinge die ihr wichtig sind und ist hartnäckig. Ich fand sie großartig. 
Was die restlichen Charaktere angeht, so fand ich besonders Pips Familie toll, die sehr präsent ist und auch Pips Beziehung zu Ravi. Die Liebesgeschichte in diesem Buch ist sehr, sehr subtil, was ich toll fand. Ich bin bis zum Epilog davon ausgegangen, dass zwischen Pip und Ravi keine romantische Beziehung herrscht, aber na schön. Das wurde im Epilog dann nochmal revidiert. Ist mir auch recht, hätte man aber auch sein lassen können. Genauso wie ein paar von Pips Freunden. Klingt gemein, ist aber so. Pip hat einen relativ großen Freundeskreis und ein paar der Charaktere haben einfach nicht zur Handlung beigetragen, sondern waren einfach nur da. Für mich hätten sie eben auch nicht da sein können, aber das ist auch nur ein kleiner Kritikpunkt. 
Was die Handlung angeht ist einiges vorhersehbar gewesen, aber das ist es glaube ich immer, wenn man viele Bücher eines Genres gelesen hat. Und trotzdem hat das Ende mich in gewisser Weise überraschen können. Ich habe einige Dinge kommen sehen, andere Zusammenhänge habe ich wiederum vollkommen übersehen oder in dem ganzen Wirrwarr glatt vergessen, dass noch nicht alles gelöst war. Also bravo dafür, Holly Jackson, ich fand das Ende ziemlich genial. 


The Girl Who Knew Too Much – Amanda Quick

Worum geht's?
Irene Glasson war eigentlich zu einem Interview im Burning Cove Hotel verabredet, einem Ort, an dem sich Hollywoods bekannteste Gesichter tummeln, um ihre Ruhe zu haben. Aber was sie dort vorfindet, ist nicht das, was Irene erwartet hat. Die Schauspielerin, mit der sie sich treffen wollte, liegt tot am Boden des Hotelpools – und Irene ist sich sicher, dass das kein Zufall ist. Denn das ist nicht die erste Frau, die im Zusammenhang mit Hollywoods aufsteigendem Starschauspieler Nick Tremayne stand und zu Tode kam. Zusammen mit Oliver Ward, dem das Burning Cove Hotel gehört, macht Irene sich auf die Suche nach dem Mörder.

»The Girl Who Knew Too Much« ist ein Buch, das mir ziemlich spontan über den Weg gelaufen ist. Ich hatte vorher noch nichts davon gehört, dann auf Instagram den dritten Band der Reihe gesehen – absolute Cover-Liebe – und habe mir dann den ersten Teil von Amanda Quicks »Burning Cove« Reihe als eBook gekauft, weil es genau nach meinem Geschmack klang. 
Ich mag das Setting und die Zeit, zu der »The Girl Who Knew Too Much« spielt einfach wahnsinnig gerne. 
Was mir wiederum nicht so gut gefallen hat, ist wie viel die Autorin einem durch die ganzen Perspektivwechsel wegnimmt. Dadurch, dass man aus mehreren Sichten liest weiß man sofort wer was im Schilde führt, noch bevor die »Guten« es wissen. Das fand ich etwas Schade, denn so wurde einiges an Spannung rausgenommen, mal abgesehen davon, dass ich etwas gebraucht habe um richtig in der Geschichte anzukommen, durch das Ganze hin und her Springen zwischen den Sichten. Zwar kam es am Ende dann doch etwas anders als gedacht, aber meistbietend war leider einfach der Überraschungsfaktor weg. 
Wovon ich wiederum positiv überrascht war, ist, wie wenig Romance lastig dieses Buch war. Beziehungsweise habe ich damit gerechnet, dass die Liebesgeschichte einen weitaus größeren Teil der Geschichte einnimmt, aber das hielt sich tatsächlich in Grenzen und das wiederum gefiel mir sehr gut. 
Werde ich zum nächsten Band greifen? Vermutlich nicht. Obwohl ich das Cover vom dritten Band so toll finde. Aber ich befürchte, dass die Erzählweise einfach nichts für mich ist, so sehr ich die Grundidee der Geschichte auch mag. Das Setting war toll, die Charaktere ebenfalls, nur wie die Geschichte erzählt wurde hat meinen Geschmack nicht getroffen.


Emma in the Night – Wendy Walker

Worum geht's?
Vor fünf Jahren sind die Schwestern Emma und Cass Tanner spurlos verschwunden – und jetzt ist Cass wieder da. Ohne Emma, aber mit der dringenden Bitte ihre Schwester zu finden. Die forensische Psychiaterin Abby Winter, die den Fall schon damals untersucht hat, hat allerdings Zweifel an der Geschichte, die Cass auftischt. Und sie ist sich sicher, dass des Rätsels Lösung – was ist damals wirklich passiert und wo ist Emma jetzt? – bei den Tanners selbst verborgen ist.

Nachdem mein letzter Thriller (»My Lovely Wife« von Samantha Downing) ein totaler Reinfall für mich war, habe ich all meine Hoffnung in »Emma in the Night« gesetzt und wow, das war eine gute Entscheidung! Ich habe das Hörbuch innerhalb kürzester Zeit durchgehört, weil ich einfach nicht aufhören konnte.
»Emma in the Night« ist ein Buch, das sehr mysteriös ist und bei dem man lange im Dunkeln tappt und sich fragt, was zur Hölle eigentlich gerade abgeht.
Es werden viele Fragen gleich zu Beginn aufgeworfen, man bekommt nur nach und nach ein paar Antworten. Ich empfand die Geschichte als ziemlich undurchsichtig, aber auf eine gute Weise. Das Buch war herrlich unvorhersehbar und so blieb die Spannung das gesamte Buch über auf einem hohen Level. Das Ende habe ich so nicht kommen sehen, was großartig war, weil es gibt nichts Besseres als ein überraschendes Ende bei Thrillern, oder?
Mir gefiel einfach der Erzählstil richtig gut. Man wusste, dass Cass nicht die ganze Wahrheit sagt, aber man wusste eben auch nicht, was die Wahrheit ist und konnte so mitfiebern und musste sich dauernd fragen was wirklich passiert ist.
Wenn ich Thriller lese, dann will ich auf gewisse Weise ein bisschen verstört werden. Und in der Hinsicht liefert »Emma in the Night« ab. Die Familie, die in diesem Buch im Mittelpunkt steht war sowas von abgefuckt. Anders lässt sich das nicht sagen. Ich meine… wow. Aber nicht nur in der Hinsicht war das Buch teilweise etwas heftig, wie ich fand. Es ist auf jeden Fall nichts für schwache Nerven. Es passieren einige Dinge, die echt unangenehm zu lesen/hören waren, was mich nicht gestört hat, weil das erwarte ich fast bei einem Thriller, aber gleichzeitig ist das etwas, das man denke ich wissen sollte, wenn man dieses Buch liest.

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