Kapitel 01/2019 || Januar

Wow, der Januar verging mal wieder gleichermaßen schleichend wie rasend schnell. Während sich die ersten Tage des neuen Jahres etwas hingezogen haben, hatte mich spätestens ab Mitte des Monats der Alltagstrott wieder und die Tage flogen irgendwie an mir vorbei. Also alles wie immer.

Gelesen habe ich eine Menge im Januar, das liegt zum Teil daran, dass ich ein Buch aus dem Dezember mitgenommen habe, ein Reread dabei war und drei Episoden einer Serie. Außerdem habe ich fleißig Hörbücher gehört, die jeden Spaziergang um einiges spannender gemacht haben. Idealerweise habe ich die meisten Bücher jetzt nicht mehr bei mir in Greifswald, sondern sie stehen zuhause und ich habe total vergessen ein Foto zu machen. Ups? Aber naja, kann man nichts machen, jetzt ist es auch zu spät und außerdem waren auch eine Handvoll eBooks dabei, die ja ohnehin nicht allzu fotogen sind, wenn man mehrere auf einmal ablichten möchte.

Gelesen habe ich im Januar jedenfalls 14 Bücher und ja, das ist wirklich viel, aber die Schuldigen habe ich ja schon angeprangert. Außerdem habe ich mir vor ein paar Tagen den Fuß verstaucht, weshalb ich gefühlt tatsächlich gerade nichts Besseres zu tun habe als im Bett zu sitzen und zu lesen. Ich hätte ja auch nie gedacht, dass ich das mal sage, aber irgendwie ist das auf Dauer dann doch sehr ermüdend. Wie wenn man die letzte Klausur geschrieben hat, endlich wieder guten Gewissens all die Dinge tun kann, die man sonst mit schlechtem Gewissen tut, weil man ja auch lernen könnte und was ist? Man weiß plötzlich nichts mit sich anzufangen. Wenn ich zu viel Freizeit habe falle ich irgendwie in ein Loch und dementsprechend gelangweilt bin ich gerade. Immerhin sind für den nächsten Monat schon mal ein paar Beiträge für den Blog getippt. Aber ich schweife wie immer etwas ab; hier die Bücher, die ich diesen Monat gelesen habe:

Sind das ganz schön viele Bücher? Oh ja. So aufgelistet kommt es mir noch mehr vor, als es gefühlt war. Und es ist eine ziemlich durchwachsene Mischung. Die meisten Bücher haben mir gut gefallen, aber bis auf meinen Reread von »Truly Devious« war auch kein absolutes Highlight dabei, auch, wenn ich viele Bücher sehr gerne mochte. Andererseits hatte ich Mitte des Monats auch einen kleinen Durchhänger, was die Bücher die ich mir ausgesucht habe anging, denn »Skyward«, »The Storm Crow« und die letzten »Royal Me« Episoden haben mich allesamt nicht vom Hocker gerissen. Sie waren nicht schlecht, aber eben auch nicht großartig. Typische 3 Sterne Bücher eben.

Aber wenigstens bin ich mit einem richtig guten Buch ins Jahr gestartet, denn »Die Schöpfer der Wolken« hat mir richtig, richtig gut gefallen und hierzu wird nächsten Monat noch eine Kurzrezension folgen (die noch getippt werden will).

Die nächste positive Überraschung hat dann mit »Verity« auf mich gewartet, denn auch wenn ich Colleen Hoovers Romance Büchern mittlerweile etwas kritisch gegenüber stehe, so konnte »Verity« mich dennoch überzeugen, gerade weil die Autorin sich an ein anderes Genre herangewagt hat und huh, wenn man mich fragt, dann liegen ihr Thriller sehr viel besser als romantische Geschichten. Ich habe schon lange kein Buch mehr gelesen, bei dem ich so an mir selbst gezweifelt habe und nicht wusste was ich glauben sollte. »Verity« ist gleichermaßen verstörend wie faszinierend und hat absolut süchtig gemacht. Also: auch wenn ihr mit Colleen Hoover sonst nicht viel anfangen könnt, »Verity« ist definitiv einen Blick wert.

Dass ich »Truly Devious« liebe hat der ein oder andere mittlerweile ja vielleicht mitbekommen und auf den Nachfolger »The Vanishing Stair« fiebere ich seit Monaten hin. Umso gieriger war ich das Buch endlich in die Hände zu bekommen und da meine Buchhandlung nicht zum ET liefern konnte habe ich schließlich zum Hörbuch gegriffen und es nicht bereut. »The Vanishing Stair« hat mir (glaube ich) ein klitzekleines bisschen weniger gut gefallen als sein Vorgänger, weshalb ich dem Buch auch nur 4 Sterne gegeben habe, aber trotzdem, wenn ihr diese Reihe nicht kennt, guckt sie euch auf jeden Fall an. Maureen Johnson hat hier so eine geniales Rätsel um verschiedene Verbrechen geschaffen, die irgendwie alle zusammen hängen (oder auch nicht?) und ich tappe immer noch ziemlich im Dunkeln und weiß nicht wo mir der Kopf steht, denn Stevie hat das mit dem Verbrechen aufklären viel besser drauf als ich – aber es macht so Spaß sie zu begleiten! Stevie ist eine meiner liebsten Protagonistinnen und ich freue mich schon, wenn ich hoffentlich bald das Buch in den Händen halten und dann noch einmal richtig lesen kann, denn ich habe jetzt schon wieder Lust auf einen Reread. Und wenn ihr zögert zu den Büchern zu greifen, weil sie englisch sind: Am 11.Februar erscheint »Truly Devious« unter dem Titel »Ellingham Academy: Was geschah mit Alice?« im Loewe Verlag 🙂

Aber auch meine anderen Hörbücher diesen Monat haben mir total gut gefallen. »Autoboyography« wollte ich schon länger lesen, war aber etwas skeptisch, weil ich mit den Autorinnen bisher nicht so gute Erfahrungen gemacht habe, obwohl »Autoboyography« ziemlich gute Bewertungen überall hat – und hey, es hat sich gelohnt auf diese zu hören. Hierzu möchte ich auf jeden Fall auch irgendwie noch eine Rezension schreiben. Mein letztes Hörbuch im Januar war dann »Slayer« und trotz dass dieses im Universum von »Buffy the Vampire Slayer« spielt, was ich kaum kenne, bin ich richtig gut in das Buch reingekommen und hatte so viel Spaß mit der Geschichte. Irgendwie hat es mich ein wenig an Vampire Academy erinnert – auf eine gute Art und Weise -, auch, wenn ich nicht genau sagen kann weshalb. Das ist einfach so ein Gefühl. »Slayer« war jedenfalls super cool, es hatte sympathische Haupt- und Nebencharaktere, eine toughe Protagonistin, die so gar keine Lust hat ein Slayer zu sein und sehr mit ihrer neuen Rolle und was das für sie bedeutet zu kämpfen hat, es gibt Vampire und Dämonen und ganz viel Situationskomik und kann der nächste Band bitte in nicht allzu ferner Zukunft erscheinen? Dankeschön.

Letztes Highlight für den Monat war dann »King of Scars«. Wie sollte es auch anders sein? »Six of Crows« und »Crooked Kingdom« sind zwei meiner absoluten Lieblingsbücher und ganz kam »King of Scars« an diese beiden nicht ran, aber das heißt nicht, dass die Geschichte um Nikolai, Zoya und Nina nicht trotzdem großartig ist. Es hätte sich nur eben falsch angefühlt dem Buch 5 Sterne zu geben, wenn es für mich nicht an andere Bücher aus dem Grishaverse rankommt. Nichtsdestotrotz liebe ich die Welt, die Leigh Bardugo jetzt schon über mehrere Bücher geschaffen und erweitert hat und »King of Scars« war einfach so gut. So gut. Leigh Bardugo ist eine meiner absolut liebsten Fantasy Autorinnen. Ich weiß nicht genau was es ist, aber diese Mischung aus politischen Intrigen, Magie, Religion/Glaube und Mythen ist einfach großartig und irgendwie einfach so anders als vieles, was man sonst so liest und dafür liebe ich diese Bücher. »King of Scars« ist da keine Ausnahme.


Ich glaube jetzt habe ich über ein paar dieser Bücher wirklich genug geschwärmt. Ich hoffe ihr seit ebenfalls ganz gut ins Jahr gestartet – obwohl, in Anbetracht meines verstauchten Fußes sollte ich vielleicht doch lieber leise sein… -, egal ob privat oder lesetechnisch. Was war denn euer Highlight diesen Monat?

2 thoughts on “Kapitel 01/2019 || Januar

  1. Wow da hast du aber eine Menge geschafft. Finde es auch interessant zu erfahren, welche dir besonders, weniger oder gar nicht gefallen haben.

    Liebe Grüße,
    Natascha

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