[Rezension] Die letzte erste Nacht – Bianca Iosivoni

Die letzte erste Nacht ist der mittlerweile schon dritte Teil der Firsts-Reihe und meine Güte, was habe ich mich im Vorfeld auf TNT gefreut. Tate und Trevor lernt man bereits in den beiden Vorgängern kennen und dort fand ich sie richtig cool und war so gespannt auf ihre Geschichte. 

Worum geht’s?

Tate und Trevor werden von ihren Freunden nicht umsonst TNT genannt – so wirklich gut scheinen sie nicht miteinander auszukommen. Das liegt vor allem daran, dass Trevor mehr auf Tate aufpasst und sie vor sich selbst beschützt, als ihr recht ist, aber unter dem Gezanke versteckt sich noch viel mehr. Nach einer unüberlegten Nacht ist beiden klar, dass sie nicht wieder miteinander ins Bett gehen werden. Nur, dass das gar nicht so einfach ist, wenn sie eben jene Nacht einfach nicht vergessen können. Aber Trevor weiß, dass er sich nicht auf Tate einlassen kann, nicht, wenn er so viel vor ihr verbirgt, das ihr das Herz brechen könnte. 


Meine Meinung

Ihr könnt euch bestimmt denken, was folgte, nachdem man sich so auf ein Buch freut: Nämlich die große Ernüchterung, nachdem ich das Werk dann endlich in den Händen gehalten hatte. Es war nicht so, dass ich Tate und Trevor nicht mochte, aber ich kann eben auch nicht leugnen, dass sie mir ein wenig auf die Nerven gingen. Besonders die rund ersten einhundert Seiten drehen die beiden sich immer wieder im Kreis und bei bestimmten Gedankengängen hatte ich das Gefühl ich hätte sie bereits drei Mal gelesen. Dieses hin und her aus die beiden wollen einander, geben nach und stoßen den anderen wieder weg hat sich mir persönlich zu lange hingezogen. Gerade Trevor hat sich bei mir mit seinem Verhalten Tate gegenüber unbeliebt gemacht. Es ist nicht so, dass seine Handlungen nicht teilweise nachvollziehbar gewesen wären, aber dennoch konnte ich es auch nicht wirklich gutheißen, dass er einerseits versucht Tate auf Abstand zu halten und gleichzeitig nicht loslassen kann. Klar, das war der ganze Clou an der Sache, aber gestört hat es mich dennoch. Tate war in anderer Hinsicht leider nicht besser, ihre selbstzerstörerische Art hat sich mir nicht so ganz erklärt und hat dafür gesorgt, dass ich Tate zwischenzeitlich einfach nicht so gut verstanden habe und dementsprechend stellenweise nicht allzu gerne mochte. 

Ich hätte Tate und Trevor so so gerne lieber gemocht, als ich es tue, aber irgendwie hat es mit den beiden einfach nicht Klick gemacht. Trotz, dass Tate und Trevor sich seit zwei Jahren kennen hatte ich nicht das Gefühl, dass sie sich wirklich kennen und auch nicht sonderlich gut kennenlernen, sondern dass es meistbietend mehr um das Körperliche ging, gerade aus Tates Sicht. Gefühle zwischen den beiden kamen für mich einfach nicht rüber. Außerdem habe ich das vermisst, was TNT vorher ein wenig ausgemacht hat und das ist diese Bissigkeit und Kabbeleien, von denen es in Die letzte erste Nacht nicht sonderlich viele gab. 

Was mir wiederum gut gefallen hat war der Aufhänger der Geschichte an sich. Dass Tates Bruder gestorben ist und sie sich mit der Lösung der Polizei nicht zufrieden gibt erfährt man bereits aus dem Klappentext, ebenso wie dass Trevor etwas vor Tate verbirgt. Die Verbindung herzustellen war nicht schwer und ich habe gehofft, dass in dieser Hinsicht nicht alles so offensichtlich sein würde wie auf den ersten Blick – in der Hinsicht wurde ich allerdings enttäuscht. 

Kurz vor Ende dann war ich mir sicher, dass ich mit keinem guten Gefühl aus dem Buch herausgehen würde, dafür war einfach zu viel passiert, als dass ich fand, dass Tate und Trevor noch gut zusammengepasst hätten. Allerdings haben die letzten Seiten es irgendwie doch geschafft die ganze Geschichte so abzurunden, dass es mir gefiel. Es war nicht so übereilt wie erwartet, mit ein paar Zeitsprüngen, die alles realistischer gemacht haben. 


Fazit? 

Für mich der bisher schwächste Band der Firsts-Reihe, was nicht heißt, dass ich nicht schon trotzdem gespannt auf den abschließenden Teil bin, der im November erscheint und sich um Mason und Grace drehen wird, die ein paar Auftritte hier hatten. Tate und Trevor haben mich aber einfach nicht packen können, mich nicht überraschen können. 


Infos

Autor/in: Bianca Iosivoni
Seiten: 400 
Verlag: LYX
Sprache: Deutsch 
Reihe: Firsts #3
Wertung: 3 Sterne

3 thoughts on “[Rezension] Die letzte erste Nacht – Bianca Iosivoni

  1. Hallo!
    (Irgendwie klingen Begrüßungen in Kommentaren immer ein bisschen awkward, oder?) Auf jeden Fall ärgere ich mich ein bisschen, dass ich es immer nocch nicht geschafft habe, meine Rezension zu formulieren, ich mochte das Buch nämlich eigentlich sehr. Klar, das Schema war irgendwo vorhersehbar und bekannt, aber ich mochte die Dynamik zwischen TNT, selbst, wenn sie nicht so sehr von Kabbelein geprägt war, wie gehofft. Ich mochte sehr, dass Tate die Forschere der beiden war, dass sie ihre Gefühle nicht versteckt hat und sich von Trev nicht einschüchtern ließ. Auch der Twist war gewissermaßen vorhersehbar, obwohl ich bei manchen Details doch überrascht war, mir hat gut gefallen, wie Bianca die moralischen Grauzonen angegangen ist. Allegemein fand ich das Buch auch für die Gruppenbeziehung der Freunde wichtig, es zeigt einfach nochmal, was für eine tolle Gruppe das ist. Und ich konnte die Figuren doch gut nachvollziehen, da ich in einer ähnlichen Gefühlswelt wie Tate stecke und Trev sehr gut verstehe.
    Ich kann deine Kritikpunkte dennoch nachvollziehen und finde, dass du sie gut begründet hast. DLEN kann für mich DLEB nicht einholen, aber das ist sowieso schwer.
    Alles Liebe, Frizzi

    1. Ich gestehe ich lasse Begrüßungen bei Leuten denen ich öfter schreibe mittlerweile einfach weg, weil ich es auch immer etwas awkward finde 😀
      Die moralische Grauzone fand ich grundsätzlich auch gut, dass man Charaktere hat, die keine weiße Westen haben, aber irgendwie… ich weiß auch nicht. Ich kann nicht so ganz beschreiben, was mich gestört hat.
      Ich konnte bei Tate einfach dieses vergessen wollen nicht so ganz nachvollziehen, beziehungsweise ja, irgendwo macht es Sinn, aber ich heiße Drogenkonsum einfach nicht sonderlich gut und halte das für keine Lösung, weshalb mich ihre Art damit umzugehen total gestört hat. Dass man selbst so wenig auf sich aufpasst und sich gefährdet, auch am Ende mit dem Betrinken und dann einfach loslaufen und bei fremden Leuten ins Auto steigen wollen ist einfach so… unverantwortlich, dass ich das echt nicht mehr witzig fand irgendwie.
      Die Dynamik der Gruppe hat mir eigentlich mit am besten gefallen an dem Buch, weil man alle mittlerweile recht gut kennt, deshalb freue ich mich auch schon so auf den nächsten Band 😀
      Ich bin auf jeden Fall schon gespannt auf deine Rezension 🙂
      DLEB ist bisher auch mein Lieblingsband der Reihe, wenn auch nicht von der Autorin insgesamt, das bleibt bisher ungeschlagen „Was auch immer geschieht“ 🙂

      1. Ich leibe „Was auch immer geschieht“ auch total! Das war mein erstes Buch von ihr und ich glaube, diesen Eindruck zu überbieten wird richtig schwierig. Bist du auch so ein Bellamy-Fangirl? Ich war absolut begeistert, wie gut sie in Keith diesen spannenden jungen Mann eingefangen hat und dazu diese tolle Figur als Vorbild genommen hat. Ich konnte ihn mir einfach super gut vorstellen und mochte die Stichelein sehr. Und ich mag das Covwer mit seinen tollen Herbstfarben. Wenn ich jetzt so darüber schreibe, habe ich gleich Lust es zu lesen. Hoppla. ^ ^‘

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