[Rezension] Percy Jackson erzählt: Griechische Göttersagen – Rick Riordan

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Autor/in: Rick Riordan                                           
Seiten: 496                                                                    
Sprache: Deutsch
Erscheinungsdatum: 12. Januar 2016
Reihe: / 
Wertung: 4 Sterne

Worum geht’s? 

Ich verweise auf den Titel, der sagt in diesem Fall genug 🙂 

Kurzes Geplapper vorne weg.  

Ich habe seit einiger Zeit kein Buch mehr von Rick Riordan gelesen, was wohl vor allem daran lag, dass ich die „Helden des Olymp“-Reihe recht langatmig fand und das hat mich wahnsinnig geärgert, weil ich Percy Jackson eigentlich liebe. Irgendwann letztes Jahr habe ich dann angefangen „The Trials of Apollo“ zu lesen, als der erste Band auf englisch erschienen ist, aber auch das konnte mich zu dem Zeitpunkt nicht so wirklich fesseln. 
Aufgrund dessen, dass der erste Band um Apollo nun auch auf deutsch erschienen ist und gefühlt dauernd in meiner Timeline auftaucht, habe ich mich dazu entschieden dem Buch eine zweite Chance zu geben – und ich bin begeistert! (Zumindest von den ersten hundert Seiten, weiter habe ich nämlich noch nicht gelesen.)
Soviel zu der Geschichte wie ich an dieses Buch gekommen bin. Tut mir leid, dass ich mal wieder so weit ausgeholt habe, denn die Kernaussage sollte eigentlich sein: Ich glaube ich befinde mich gerade in einer Phase in der ich das Bedürfnis habe alles zu lesen was der Autor so fabriziert hat, da ich Percy Jackson wie gesagt nach wie vor liebe – deswegen will ich die Reihe demnächst auch rereaden! 

Meine Meinung. 

Ja, was soll ich sagen? Ich war schon immer ein Fan von Rick Riordans Humor und Schreibstil und das hat sich auch in diesem Werk nicht geändert. 
Einer der ersten Punkte über die ich mich wahnsinnig amüsieren konnte waren die Kapitelüberschriften, die sehr Percy-Jackson-like waren. Um ein paar Beispiele zu nennen, damit auch diejenigen die die Reihe nicht gelesen haben verstehen was ich meine: 

 Athene adoptiert ein Taschentuch

 Artmeis lässt das Todesschwein los 

Die Titel geben also schon einmal einen kleinen Vorgeschmack auf das, was im folgenden Kapitel passieren wird und waren dabei zum Teil herrlich absurd, sodass man sich echt fragt, was zur Hölle gleich passiert. Genialer Schachzug, wie ich finde.

Erzählt werden die Sagen wie der Titel sagt von Percy Jackson höchstpersönlich und das ist einfach nur richtig unterhaltsam. Angefangen damit, weil er zu einigen Göttern ja selbst ein gutes oder weniger gutes Verhältnis hat und das eben in die Erzählungen einfließt. Es empfiehlt sich also zumindest die Percy Jackson Reihe zu lesen, wenn man einige Anspielungen verstehen möchte, besser wäre es noch auch Helden des Olymp gelesen zu haben. 
Besonders gut gefallen haben mir die Bezüge, die immer wieder zur Gegenwart gezogen werden. Nicht nur, dass sie mich immer wieder auf’s neue zum Lachen gebracht haben (und das tue ich beim Lesen dann doch recht selten), sie machen das Buch, das ja vor allem eher jüngere Leser ausgerichtet ist, sehr lesenswert für die Zielgruppe. Die Art wie Riordan das ganze erzählt funktioniert einfach wahnsinnig gut. Er verwendet Dialoge, was das ganze weniger trocken macht, lässt jemanden/ Percy erzählen und nimmt allgemein einfach alles und jeden auf die Schippe. 
Ich für meinen Teil hatte mit diesem Buch sehr viel Spaß und habe echt Tränen lachen müssen. Und das beste: Ich habe auch noch etwas über die griechische Götterwelt gelernt. Viele von den Sagen kannte ich schon (Danke Lateinunterricht!) oder zumindest zum Teil, aber es war dennoch auch recht viel Neues dabei, sodass ich nicht das Gefühl hatte die ganze Zeit etwas zu lesen, das ich eigentlich schon kenne. 
Zu jedem Gott gibt es kürzere Abschnitte in denen verschiedene Sagen angesprochen werden und die den Charakter des jeweiligen Gottes skizzieren, sodass man am Ende einen groben Überblick über all die wichtigen olympischen Götter hat sammeln können. 
Mein einziger Kritikpunkt an diesem Buch ist, dass ich es ziemlich lang finde. Während ich die erste Hälfte noch in einem Stück verschlungen habe, hat sich die zweite Hälfte deutlich länger hingezogen und das lag nicht daran, dass ich das Buch nicht immer noch gut fand oder die Götter uninteressanter wurden. Das war nicht der Fall. Am Anfang hat mich nur die Art wie die einzelnen Sagen erzählt wurden noch mehr überrascht und begeistert, aber je weiter ich gelesen habe, desto mehr wurde einem natürlich klar nach was für einem Schema die einzelnen Erzählungen ablaufen und das hat dafür gesorgt, dass ich die zweite Hälfte recht schleppend fand. 
Nichtsdestotrotz ist Percy Jackson erzählt: Griechische Göttersagen ein ganz wunderbares Werk mit dem ich wahnsinnig viel Spaß hatte! Ich kann es jedem nur ans Herz legen, der die Percy Jackson Reihe mochte oder sich zumindest ein wenig für griechische Mythologie interessiert. Auf diese Art habe ich Sagen noch nie gelesen und obwohl ich am Anfang etwas skeptisch war, ob dieses Buch etwas für mich ist, konnte es mich fast vollkommen überzeugen – deshalb steht Percy Jackson erzählt: Griechische Heldensagen jetzt auch ganz oben auf meiner Leseliste! 

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