[Rezension] Sleeping Giants – Sylvain Neuvel

Infos.

Autor/in: Sylvain Neuvel
Seiten: 384
Sprache: Englisch
Erscheinungsdatum: 21. April 2016
Reihe: 1 von 3 (The Themis Files)

Wertung: 5 Sterne

Worum geht’s?

Als Mädchen entdeckt Dr. Rose Franklin eine riesige metallene Hand, die allem Anschein nach nicht von Menschen geschaffen worden ist. Jahre später leitet sie die Forschung zu eben dieser Hand und zusammen mit einem ausgewählten Team begibt sie sich auf die Suche nach weiteren Körperteilen. Allerdings verwischen schon bald die Grenzen zwischen schwarz und weiß und es kommt die Frage auf, ob es tatsächlich das richtige ist den Roboter zusammen zu bauen.

Meine Meinung.

Vielleicht liegt es daran, dass ich mich mit Sleeping Giants ein wenig außerhalb meines sonstigen Genres bewege, vielleicht liegt es an der ungewöhnlichen Erzählweise, vielleicht aber auch einfach nur daran, dass das Buch absolut genial ist. Tatsache ist und bleibt, dass ich total schockverliebt in dieses Werk bin.
Eigentlich habe Sleeping Giants nur gekauft, weil ich nichts Besseres (sprich Bücher von meiner Wunschliste) in der Buchhandlung gefunden habe, aber doch schon einige Male auf Blogs und in letzter Zeit auch vermehrt auf Twitter über das Buch gestolpert bin. Deshalb war ich durchaus neugierig und habe gedacht »Was soll’s?«. Und obwohl ich gerade viel zu viele Bücher gleichzeitig lese, hat mich dann doch die Neugierde gepackt und ich habe gedacht ich lese nur Mal eben ein bisschen rein. Ein paar Seiten. Vielleicht ein Kapitel oder zwei oder so.
Ehe ich mich versah, hatte ich die ersten hundert Seiten verschlungen und war hin und weg.
Der Erzählstil in Sleeping Giants ist in dem Sinne ein wenig gewöhnungsbedürftig, als dass – wie der Reihenname schon vermuten lässt – das Buch aus Interviews, Tagebucheinträgen und Berichten besteht. Zuerst war ich etwas skeptisch diesem Konzept gegenüber, musste dann aber sehr schnell feststellen, dass es wahnsinnig gut funktioniert. Ich hatte Angst, dass die Handlung und vor allem die Charaktere darunter leiden würden, aber dem war definitiv nicht so. Vielleicht gerade dadurch, dass man die einzelnen Charaktere meistbietend nur „sprechen“ hört/ liest, bekommt jeder eine eigene Stimme. Bei Rose hat man deutlich sehen können wie aufgeregt sie war, wenn sie mit dem Interviewer gesprochen hat, dessen Identität wir im Übrigen nicht kennen. Bei Kara haben mich gerade ihre bissigen Kommentare immer wieder zum Lachen gebracht und auch mit Vincent bin ich nach und nach warm geworden. Obwohl man nicht so recht in die Köpfe der einzelnen Charaktere schauen kann – zumindest nicht so, wie man es tut, wenn man aus der ersten Person liest -, hat man ihre Entwicklung sehen können, sie sind mir ans Herz gewachsen und ich habe mit ihnen mitgefiebert und bin jetzt wahnsinnig gespannt, was ihnen im zweiten Band alles bevorsteht. Den habe ich nämlich bereits bestellt, denn puh… das Ende war böse. Ich bin so gespannt wie es weitergeht und habe jetzt schon Angst vor dem nächsten Band, da der dritte erst nächstes Jahr rauskommt. Ja ja, #firstworldproblems und so. Ich weiß.
Aber Sleeping Giants war einfach nur SO GUT. Viel mehr möchte ich dazu gar nicht sagen, da ich keinesfalls spoilern möchte, aber ich bin gerade in der Stimmung, dass ich das Bedürfnis habe jedem dieses Buch in die Hand zu drücken und zu sagen: „Lies!“
Ich schätze das sagt genug darüber aus, wie ich das Buch fand. Vielleicht ist meine fünf Sterne Wertung auf Goodreads auch ein Hinweis.
Und falls es jemand jetzt tatsächlich noch nicht verstanden haben sollte, mein Fazit zu Sleeping Giants ist:
Kaufen. Lesen. Lieben.
Das Buch besticht durch einen außergewöhnlichen Erzählstil, eine spannende Story mit einigen Überraschungselementen und starken Charakteren, über die ich unbedingt mehr erfahren möchte.

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.