[Rezension] Ink – Alice Broadway

Infos.

Autor/in: Alice Broadway
Seiten: 374
Sprache: Englisch
Erscheinungsdatum: 02. 02. 2017
Reihe: 1 von 3
Wertung: 4 Sterne

Worum geht’s?

Um eine Gesellschaft, in der jeder Meilenstein, den ein Mensch in seinem Leben erreicht, auf der Haut für jeden sichtbar festgehalten wird. Wenn jemand stirbt werden alle Tattoos in einem Buch gesammelt, damit sich an die Person erinnert werden kann. Als Leoras Vater stirbt setzt sie alles daran, dass sein Buch nicht zerstört wird, wobei ihr Weltbild auf den Kopf gestellt wird.
Klappentext *

Meine Meinung.

Zugegeben: Ink war ein reiner Cover-Kauf. Ich finde das Buch wirklich wahnsinnig schön aufgemacht, was auf dem Foto leider nicht ganz rüber kommt. Die orangenen Muster sind vielmehr orange-gold und glitzern ganz toll im Licht. Allein deswegen hat sich das Buch für mich schon gelohnt.
Ehrlich gesagt wusste ich nicht so ganz genau worum es in Ink geht. Auf der Rückseite steht nichts und innen im Buchdeckel nur so wenig, dass man einen kleinen Vorgeschmack bekommt. Aber man muss auch gar nicht viel über das Buch wissen, das Cover und das wenige an Klappentext das man bekommt, erzählen genug.
Die Geschichte beginnt am Anfang von Leoras Leben, wobei ich mir am Anfang noch nichts gedacht habe und macht dann einen großen Sprung zu dem Zeitpunkt, als ihr Vater stirbt. Dadurch, dass ich am Anfang nicht genau wusste, was ich von dem Buch erwarten durfte, habe ich mich gerade durch die kürzeren Abschnitte zwischendrin etwas verloren gefühlt. Insgesamt hat die Autorin ihre Welt zwar ganz schön erklärt, aber irgendwie kamen mir einige Erklärungen und Erzählungen hier und da etwas gestelzt vor. Zum Teil war es mir zu viel world building auf einmal und ich hätte einige Informationen bezüglich der Gesellschaft gerne kreativer eingeflochten bekommen.

Das Setting hat einen leicht dystopischen Charakter. Die Gesellschaft wird eingeteilt in die Leute, die tätowiert sind und sogenannte blanks, die außerhalb von Saintstone leben und diese Kultur ablehnen. Letztere werden wiederum von den Menschen in Saintstone verachtet.
All das hat die Autorin lebhaft dargestellt, die Kultur der Menschen in Saintstone wurde einem auf angenehme weise vorgeführt, zum Beispiel teilweise auch durch Märchen, die in die Geschichte eingeflochten wurden. Allerdings haben eben diese mich manchmal auch aus dem Handlungsfluss etwas rausgebracht.

Die Handlung an sich war recht gemächlich, nur langsam wurden hier und da Informationen enthüllt, aber insgesamt hatte ich das Gefühl, dass Leora ziemlich viel einfach hat auf sich zukommen lassen, anstatt zu handeln. Sie hat wenig selbst nachgehakt, war nicht sehr hartnäckig, sondern hat meistens dann doch wieder recht viel Zeit verstreichen lassen. Diese fehlende Hartnäckigkeit hat mich ein wenig gestört, genauso wie eine entscheidende Handlung gegen Ende, die ich einfach nicht nachvollziehen konnte.

Zu der fast fehlenden Spannungskurve – beziehungsweise war diese eher eine seichte Achterbahnfahrt, da immer wenn Spannung hätte aufkommen können, die Kurve wieder fiel -, kam auch noch, dass mich ein Großteil der Dinge, die Leora im Laufe der Geschichte erfährt, mich nicht sonderlich überrascht haben. Ink ist etwas vorhersehbar und ich hätte mir den einen oder anderen mind-fuck-Moment gewünscht.

Womit ich fest gerechnet und was in diesem Buch dann doch recht kurz gekommen war, war die Liebesgeschichte – da habe ich den Klappentext wohl ein klitzekleines bisschen falsch interpretiert. Ups.
Allerdings fand ich es gar nicht schlimm, dass zwischen Leora und ihrem Love Interest nicht viel passiert ist, da ich ohnehin das Gefühl hatte, dass sie sich auf den ersten Blick in ihn verknallt hat. Von daher fand ich es ganz angenehm, dass sich daraus nicht sofort etwas entwickelt hat.

Der Schreibstil von Alice Broadway hat mir sehr gut gefallen, ich mochte ihre Erzählweise wirklich gerne, auch, wenn die Handlung mich nicht vollkommen überzeugen konnte. Deshalb kann ich mir gut vorstellen, dass Ink nicht das letzte Buch der Autorin sein wird, dass ich zur Hand nehme. Vielleicht auch den zweiten Teil dieser Reihe, denn aus dem Ende wurde ich nicht hundertprozentig schlau, beziehungsweise ist es recht offen gelassen.

2 thoughts on “[Rezension] Ink – Alice Broadway

  1. Huhu! :)Ich habe Ink auch gerade erst in der Buchhandlung gesehen und mir tat das Herz weh, als ich es da zurückgelassen und eben nicht eingepackt habe. Leider wäre ein Buch für den Nachhauseweg unpraktisch gewesen. Das Cover hat mich aber auch sofort verzaubert, genauso wie der Klappentext. Schade, dass die Spannung in dem Büchlein so mager ausfällt. Trotzdem behalte ich es mal im Auge. Liebste GrüßeNina von BookBlossom

  2. Hallo :-)Der Kauf hat sich alleine schon wegen des Covers gelohnt, das Buch sieht ihm Regal wirklich richtig hübsch aus 😀 Und auch wenn ich persönlich die Handlung etwas umaufregend fand, fand ich das Buch ja keinesfalls schlecht – ich habe ihm auf Goodreads meine ich sogar 3,5 (also vier, ich runde immer auf) Sterne gegeben, weil mir der Schreibstil so gut gefallen hat :-)Liebe Grüße, Katharina

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